11 Stars, die Rollen nur wegen des Geldes gespielt haben

Sina am 03. April 2021
Auch Schauspieler müssen dafür sorgen, immer genug zu verdienen. Zumal es bei ihnen von heute auf morgen mit dem Ruhm vorbei sein kann, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Für den einen Film gibt es eine riesige Gage, während andere Werke nicht so gut bezahlt werden. Da wundert es einen nicht, dass manche Stars auch Rollen annehmen, die ihnen eigentlich gar nicht so liegen, aber bei denen die Gage recht ansehnlich ist.

Da kann man schon mal darüber hinwegsehen, dass es Rollen sind, die man nicht so gut findet, wenn das Geld dafür reichlich fließt. Es gibt einige Stars, von denen ihr es gar nicht erwartet hättet, die schon Filme gemacht haben, auf die sie eigentlich gar keine Lust hatten. Du wirst staunen, welche Stars das sind, das hättest du sicher nicht erwartet.
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Michael Caine in „Der Weisse Hai: Die Abrechnung“
Der vierte Teil von Spielbergs Klassiker:„Der Weisse Hai: Die Abrechnung“ und stammt aus dem Jahr 1975. Einige von euch werden da noch nicht mal auf der Welt gewesen sein. Wie es bei vielen Fortsetzungen so ist. Dieser Film reicht nicht mal annähernd an den ersten Teil heran und wurde auch dementsprechend bewertet. Der Metascore zeigt nur traurige 15 Punkte dafür an.

Interessant hierbei ist die Besetzung. Wenn er sonst nur für hervorragende Rollen bekannt war, dann wird euch überraschen, dass kein anderer als Michael Caine, der inzwischen zum „Sir“ geschlagen wurde, hier mitgespielt hat. Der Oscar Preisträger ist eigentlich eher für Werke wie „Batman“ und auch „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ bekannt. Aber hier hat er eine Ausnahme gemacht und in einem Trash Streifen mitgewirkt. Der Grund: Die Gage war sehr ansehnlich. Kann man ihm ja nicht verdenken!
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Jackie Chan in „Rush Hour“
Kaum einer kennt „Rush Hour“ nicht. Das war kein Trash, das war in den 90er Jahren, genauer im Jahr 1998 ein echt guter Film, der viele Leute in die Kinos gelockt hatte. Nicht nur bei uns in Europa, sondern auch in den USA. Bis heute gelten die „Rush Hour“ Filme als Kult, wir lieben ja fast alles, wo Jackie Chan mitgespielt hat.

Interessant hierbei: Er war gar nicht so begeistert, in diesem Film eine Rolle zu bekommen. Hat sich aber dafür entschieden, weil die Gage sehr hoch war. Allerdings, wenn man ihn heute fragt, er kann den Film nicht leiden! Er würde diese Rolle auch nicht noch mal spielen. Wer hätte das gedacht? Der Grund, warum er diese Filme nicht mag, liegt hauptsächlich darin, dass er nicht so viele Stunt Szenen hatte, wie er es sonst gewohnt war.
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Betsy Palmer in „Freitag, der 13.“
„Freitag, der 13.“ Ist einfach Kult! Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Reihe aus dem Horror Genre nicht kennt. Das wichtigste Detail war vor allem, dass es sich bei dem gruseligen Mörder nicht um Jason handelte, sondern um seine Mutter. Als diese Rolle vergeben werden sollte, fiel die Wahl auf Betsy Palmer. Diese wollte zuerst ablehnen, weil das Horror Genre nicht gerade ihr Lieblings Gebiet war.

Allerdings gestand sie später, dass sie sich dann doch dafür entschied, die Mutter zu spielen, weil sie dringend ein Auto brauchte und hier, bei „Freitag, der 13.“ Die für die damaligen Zeiten hohe Gage von 10.000 Dollar sehr verlockend war. Also sagte sie zu und hatte doch einen wirklich guten Auftritt. Sie selbst hatte nicht mit dem Erfolg gerechnet. Sie dachte, wer wird sich diesen Mist jemals ansehen? Wenn sie gewusst hätte, dass das mal Kult wird, hätte sie sicher erst recht zugesagt, auch ohne hohe Gage.
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Morgan Freeman in „London Has Fallen“
Morgan Freeman, wie wir ihn doch lieben! Ich persönlich denke gerne an seine Rolle als Gott in „Bruce Allmächtig“ oder auch an seine Rolle in „Die Verurteilten“ von Stephen King. Man hat eigentlich nur Charakter Rollen im Kopf, wenn man an Morgan Freeman denkt. Er ist ja auch Oscar Preisträger und dies sicherlich nicht ohne Grund.

Allerdings war auch er mal geneigt, einen Film zu machen, rein des Geldes wegen. Das hat sich allerdings auch gerächt. „London Has Fallen“ heißt das Werk und hat keine großen Erfolge erzielen können. Der Metascore dieses Filmes liegt gerade mal bei 28 Punkten. Wenn man ihn fragt, warum er diesen Film gemacht hat, antwortet er mit „Fort he love of money“. Das sagt ja wohl alles. Aber man kann ihm das verzeihen, die anderen Werke mit ihm können sich ja wirklich sehen lassen.
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Glenn Close in „Guardians of the Galaxy“
Wenn ich Glenn Close höre, denke ich automatisch an die Rollen, für die sie in den USA regelrecht gehasst wurde. Sie hatte innerhalb kurzer Zeit 2 Filme gemacht, bei denen ihr Charakter wirklich nicht fein war. Das waren die Filme „Gefährliche Liebschaften“ und „Eine verhängnisvolle Affäre“. In beiden spielte sie böse Mätressen, die den Männern das Leben zur Hölle machte, ihren Ehefrauen auch. Das ganze ging soweit, dass sie nicht mehr einkaufen gehen konnte, also im Real Life, weil die Leute sie beschimpften!

Aber auch sie, bzw. ihr Ruf hat sich natürlich wieder gefangen und andere, nettere Rollen gespielt. Sie nahm die Rolle in „Guardians oft he Galaxy“ an, obwohl ihr diese Rolle gar nicht so lag. Sie spielte in dem Film die Chefin der intergalaktischen Polizei. Eigentlich nahm sie die Rolle nur an, weil sie hoffte, danach in noch bessere Filme eingeladen zu werden. Allerdings blieb ein weiterer großer Erfolg danach aus. Da hat sie sich ein wenig verzettelt, aber das macht nichts. Sie war in allem, was sie spielte, einfach großartig. Ohne Zweifel.
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Hugo Weaving in „Transformers“
Hugo Weaving kennt man vom Namen her erst mal nicht. Wenn man ihn aber mit „Herr der Ringe“ und vor allem auch mit „Matrix“ in Verbindung bringt, weiß jeder, wer gemeint ist. Ein hervorragender Schauspieler, das steht außer Frage. Auch in der „Transformers“ Reihe hat er in allen 3 Teilen mitgewirkt. Aber nicht als Schauspieler.

Er leiht dem Bösewicht Megatron im amerikanischen Original seine Stimme. Allerdings wissen die wenigsten, wie wenig Spaß ihm das eigentlich gemacht hat. Er selbst sagte später, dass er nie das Drehbuch gelesen habe und einfach seine Zeilen auswendig gelernt hat. Diese hat er dann gesprochen. Einfach ein Job, wie jeder andere auch. Das bereut er aber auch. Er sagt selbst, dass er sowas nie wieder machen würde. Also mit so wenig Interesse an etwas arbeiten. Na dann. Wenn er das einsieht, ist doch alles in Ordnung.
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Stephen Dillane and Ian McShane in „Game of Thrones“
Wir selbst sagen oft, wenn uns jemand eine Rolle in „Game of Thrones“ angeboten hätte, hätten wir praktisch auch unsere Seele verkauft. Stellt euch das mal vor! In so einer Serie mitspielen dürfen, diese Ehre wurde ja nicht jedem zuteil. Um so heftiger zu erfahren, dass es gleich 2 Charaktere der geliebten Serie einzig und allein wegen des Geldes gemacht haben.

Es handelt sich um IanMcShane und Stephen Dillane. Letzterer spielte den Stannis Baratheon und sagte in einem Interview über diese Rolle: „Geld ist die größte Sache, die dabei herausgekommen ist“. IanMcShane hatte es noch deutlicher gesagt: „Sucht ein verdammtes Leben, das sind doch nur Drachen und Ti…“IanMc Shane hat ja nur in einer Folge mitgespielt, das war die Rolle des „Septon Ray“. Wer hätte das gedacht, dass die beiden so wenig Spaß an ihren Rollen hatten. Aber gut gespielt haben sie. Keine Frage.
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Halle Berry in „Passwort: Swordfish“
Wenn wir Halle Berry hören, denken wir an grandiose Rollen wie in „X-Men“ und auch an ihre Rolle in dem düsteren Thriller Gothika. Auch als „Catwoman“ haben wir sie in Erinnerung. Aber auch Filme wie „Password: Swordfish“ gehören in ihr Repertoire und dieser Film wurde ja nicht gerade mit positiven Kritiken überhäuft.

Selbst ihr Schauspielkollege Hugh Jackman wirkte hier mit, was nicht zu beider Glanz beigetragen hat. Man kann hier nur vermuten, dass eine großzügige Gage hier den Ausschlag gegeben hat, in diesem nicht so tollen Werk mitzuwirken. Aber das ist nur eine Vermutung. Vielleicht hatten beide einfach mal Lust, etwas völlig anderes zu spielen. Und Flops haben auch andere, auch große Schauspieler geliefert. Das kann passieren und man mag sie trotzdem weiterhin.
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Jeremy Irons in „Dungeons & Dragons“
Kennst du „Dungeons & Dragons“, den Film, gar nicht? Das macht nichts, hier hast du nichts verpasst. Dieser Film ist bei weitem kein Oscar trächtiges Stück, sondern im Gegenteil, hat er mit Abstand einen der schlechtesten Score bei Metascore, von Kritikern wurde der Film sogar komplett zerrissen. Der Score liegt bei jämmerlichen 15 Punkten, da habt ihr vorher schon bessere Scores von noch schlechteren Filmen gesehen.

Aber warum schafft er es in die Liste? Weil kein anderer als Jeremy Irons mitspielt. Der große Actor, der glorreiche Rollen wie den Papst in „The Borgias“ gespielt hat und weitere große Rollen für die ihn seine Fans lieben. Warum hat er die Rolle in dem Film „Dungeons & Dragons“ überhaupt angenommen? Darauf angesprochen meinte er, dass er ja gerade ein Schloss gekauft hatte, welches ja zu bezahlen war. Ah okay. Das ist auf jeden Fall ein Grund. Sehen wir ein.
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Eddie Murphy in „Angriff ist die beste Verteidigung“
Eddie Murphy. Wenn wir an ihn denken, sehen wir Filme, die lustig sind. Ernste Rollen habe ich gerade keine einzige im Kopf. Vor allem seine Rolle in „Police Academy“ ist ja legendär und die meisten werden auch als erstes daran denken, wenn sie seinen Namen hören. Aber auch er hat nicht nur gute Sachen gemacht. Das geht ja auch gar nicht. Allerdings hat er einen Award bekommen, mit dem man nicht gerade glänzen kann.

Er hat ernsthaft den „Stinker Award“ erhalten für seine Rolle in „Angriff ist die beste Verteidigung“. Das war im Jahr 1994. Qualität geht anders, das weiß auch Eddie Murphy. Wenn er auf diesen Film angesprochen wird, sagt er, dass er die Rolle sogar abgelehnt hatte. Allerdings hat man ihm dann ein üppiges Gagen Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte. Das können wir ihm nachsehen. Alles andere war ja auch wirklich gut.
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Alec Guinness in „Star Wars“
Auch so eine Geschichte wie bei „Game of Thrones“. Wenn man einigen von uns in „Star Wars“ eine Rolle angeboten hätte, dann hätten viele von uns das sicherlich sogar ohne Geld gemacht. Aber es gibt auch Schauspieler, die bei „Star Wars“ allein des Geldes wegen mitgewirkt haben. Ist das zu fassen? Es handelt sich um Sir Alec Guinness, der zum Zeitpunkt, als er das Rollenangebot in Star Wars bekam, bereits in Werken wie „Lawrence von Arabien“ oder dem ewigen Meisterwerk „Doktor Schiwago“ geglänzt hatte.

Wenn man sich diese Filme ansieht, wird fast klar, dass „Star Wars“ hier wirklich aus der Reihe fällt. Das andere waren alles verfilmte literarische Meisterwerke, ein krasser Gegensatz zu Science Fiction. Auf seine Rolle in „Star Wars“ angesprochen sagte er: „Ich kann nicht sagen, dass ich den Film genieße… neuer, dummer Dialog erreicht mich jeden Tag auf rosa Papierfetzen – und nichts davon macht meinen Charakter klarer oder erträglich. Ich denke nur dankbar an das wunderbare Brot, das mir dieser Film bescheren wird.“ Hm. Okay. Auch eine Meinung. Hätte er ja auch für sich behalten können. Aber wie alle großen Künstler, zumindest wie viele, nahm eben auch ein Sir Alec Guinness kein Blatt vor den Mund. Ehrlichkeit ist ja auch eine gute Eigenschaft. Reden wir uns das eben schön.